Mood: hangoverish (please don't ask me WHY!)Weather: sunny and 67° FEating: nothin'Drinking: Coffee. Black. No milk. No sugar. What else?Listening to: Daniel Powter - Bad DayLocation: Sheraton Delfina Santa Monica Hotel
Hello again!
Nach dieser langen Pause wird es höchste Zeit, wieder ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben! ;)
House, Wilson und Chase hatten ja bereits geschrieben, dass unsere Chefin, lovely Lisa Cuddy, uns in den vergangenen Wochen mit langweiligem Klinikdienst und noch langweiligerem Papierkram überhäuft hatte.
Nun sind Wilson, House und ich in Californien, genauer gesagt in Santa Monica, weil wir einen Kongress besuchen müssen.
Wilson ist schon seit Donnerstag hier, House und ich kamen erst am Freitag nach.
Wir hatten nämlich beide den Brief mit der freundlichen Einladung (bzw. eher der freundlichen Aufforderung) und dem Flugticket in den Müll geschmissen und dementsprechend keine Ahnung, dass unsere Teilnahme an diesem Kongress erwartet wird...
Ganz zu Schweigen davon, dass ich am Montag einen Vortrag über neurologische Diagnostik halte, worauf ich natürlich nicht vorbereitet war!
Naja - letztendlich hat uns alles nichts genützt und wir sind jetzt da.
Nur Chase und Cameron dürfen sich vor dem Kongress drücken, denn sie waren bereits letztes Jahr im Juli hier und haben ihre Vorträge gehalten.
Aber dafür muss Chase sich auch weiterhin mit langweiligem Klinikdienst und noch langweiligerem Papierkram herum schlagen.
Er tut mir so richtig leid, zur Zeit ist er nonstop beschäftigt und kommt zu nichts.
Und zu allem Überfluss sitze ich jetzt für sechs Tage in Californien, der Kongress dauert nämlich bis Mittwoch!
Ich weiß - es gibt viel Schlimmeres als sechs Tage in Santa Monica zu verbringen!
Hier herrscht strahlender Sonnenschein, das Hotel ist wunderschön, die Hotelzimmer sind mit allen erdenklichen Extras eingerichtet (Wilson hat das Kingsize Bett ja schon erwähnt...) und der Strand ist einfach umwerfend!
Aber... ohne Chase macht das alles keinen Spaß!
Ich vermisse ihn wahnsinnig!
Und letztendlich sind wir leider nicht zu unserem Vergnügen hier, sondern sitzen den größten Teil des Tages mit einem ganzen Haufen anderer Leute in einem stickigen Vorlesungssaal und hören uns mehr oder minder langweilige Vorträge an...
Aber wenn ich ehrlich bin, sind mir diese Vorträge sogar lieber, als noch einmal knappe acht Stunden (ohne Wilson!) neben House im Flugzeug zu sitzen!
Der Flug nach Californien war nämlich nicht einfach nur schlimm - der war purer Horror!
Gottseidank sind wir auf dem Rückflug zu dritt!
Klar - für House bedeutet es die Hölle, so lange zu sitzen!
Und klar - dafür habe ich Verständnis!
ABER muss er MIR deswegen auch das Leben schwer machen?!
(Wieso frag ich eigentlich...?!)
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Wir hatten uns gerade im Flugzeug auf unsere Plätze gesetzt, da ging es los:
"Foreman - wann hebt dieser verdammte Vogel denn endlich ab?! Heute noch?!"
"Ja, dieser 'verdammte Vogel', wie Sie es nennen, hebt heute noch ab. Und zwar sobald diese Flugbegleiterin dort vorne ihre Erklärung zu dem richtigen Umgang mit den Rettungswesten beendet hat."
"Wen interessiert der richtige Umgang mit den Rettungswesten?!"
"House - glauben Sie mir, wenn wir abstürzen, wird es Sie interessieren", lautete meine trockene Antwort.
House guckte mich mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Entsetzen an. "Danke, dass Sie mir den Flug noch zusätzlich vermiesen, indem Sie mich ängstigen!"
Ich?!? House ängstigen?!? War das ein Witz?!?
Ich holte tief Luft und versuchte, nicht mit den Augen zu rollen.
"Sie wollten gerade die Augen verdrehen, ich hab's genau gesehen!" schimpfte House. "Vermutlich gehe ich Ihnen jetzt schon auf die Nerven und Sie stellen sich die Frage, warum Sie neben mir altem Knacker im Flugzeug sitzen müssen und nicht einfach zuhause bei Chase sein können! Und vermutlich können Sie mich genauso wenig leiden wie er!"
"Na, klar", knurrte ich. "Deswegen sind Chase und ich Ihnen und James vergangenes Jahr im Herbst auch nach Canada gefolgt! Deswegen haben Chase und ich auch Sylvester mit Ihnen und James verbracht! Und deswegen hängen Chase und ich abends auch öfter bei Ihnen und James ab! Weil wir Sie nicht ausstehen können!"
"Vermutlich hängen Sie und Chase abends nur bei Jim und mir ab, um mich zu ärgern!"
Jetzt starrte ich House mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Entsetzen an. "Glauben Sie, Chase und ich hätten nichts Besseres zu tun?!"
"Haben Sie?"
"Ja, natürlich!"
"Und was?"
"No comment..."
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Eine Viertelstunde später hoben wir ab und ich vertiefte mich in das Time Magazine.
Oder besser gesagt: Ich versuchte es!
Denn jemand neben mir hinderte mich am Lesen...
"Foreman - sind wir bald da?!"
"House - wir fliegen erst seit 5 Minuten..."
"Und wie lange dauert dieser Flug?!"
"Genau 7 Stunden und 30 Minuten..."
"Wollen Sie mich verarschen?!"
"Schön wär's..."
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10 Minuten später:
"Foreman - sind wir bald da?!"
"Nein..."
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15 Minuten später:
"Foreman - sind wir bald da?!"
"Nein..." *seufz*
"Und warum seufzen Sie jetzt so?!"
"Uhm... Ich vermisse Chase..."
Ein misstrauischer Seitenblick. "Wirklich?!"
"Wirklich..."
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20 Minuten später:
"Foreman - sind wir bald da?!"
"Nein."
"Ich bin hungrig!"
"Dann sagen Sie das der Flugbegleiterin!"
"Ich sag's aber Ihnen!"
"Ich bin aber keine Flugbegleiterin!"
"Sie seufzen schon wieder so komisch..."
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25 Minuten später:
"Foreman - sind wir...?!"
"Nein!"
"Da war schon wieder dieses Seufzen..."
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30 Minuten später:
"Foreman - sind wir bald da?! Sind wir bald da?! Sind wir bald da?!"
"Nein!"
"Ich bin immer noch hungrig! Und jetzt auch noch durstig!"
"Dann sagen Sie das der Flugbegleiterin!"
"Warum sind Sie denn jetzt so pissig, huh?! War der Sex mit Chase letzte Nacht schlecht?!"
"HOUSE!"
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35 Minuten später:
"Foreman - sind wir bald daaaaaa?!"
"Nein!"
"Ich muss aufs Klo!"
"Dann gehen Sie schon! Geradeaus bis zum Ende des Ganges und dann die erste Tür rechts!"
"Schon mal darüber nachgedacht, als Flugbegleiterin zu arbeiten?"
"..."
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40 Minuten später:
"Foreman - sind wir jetzt endlich BALD DAAAAAA?!"
"VERDAMMT NOCHMAL - NEIN!"
"Und warum schreien Sie mich jetzt so an?! Als ob ich etwas dafür könnte! Sie mögen mich nicht, geben Sie's zu!"
"Richtig! Im Moment mag ich Sie nicht!"
Schmollen...
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45 Minuten später:
"Ich will zu Jiiiiiimmmmmmy!!!"
"In ungefähr 6 Stunden sind Sie bei ihm."
"In 6 STUNDEN ERST?!"
"Ich sehe Chase erst in einer Woche wieder!"
"Und wen interessiert das?!"
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So ging es den ganzen siebenstündigen Flug über, wenn House mir nicht gerade seinen Ellenbogen in die Rippen stieß (aus Versehen, ja, ja!) oder seinen Stock mit einem nervtötenden 'Plomp!-Plomp!-Plomp!' immer und immer wieder auf den Boden stupste...
Nachdem wir am Nachmittag in Californien gelandet waren und ich auch die Taxifahrt zu unserem Hotel ohne Nervenzusammenbruch überlebt (und bezahlt...) hatte, gab es erst einmal ein liebevolles Wiedersehen zwischen House und "Jiiiiiimmmmmmy" und ich war vergessen...
Also bezog ich mein Hotelzimmer und nutzte die Zeit bis zum Abendessen, um auszupacken, zu duschen und mit Chase zu telefonieren.
Nachdem House, Wilson und ich in einem Restaurant gegessen hatten, verbrachten wir den Rest des Abends in der Hotelbar und tranken Cocktails.
Nach diesem anstrengenden Tag hatte ich ein Bedürfnis nach Alkohol.
Nach sehr viel Alkohol.
Dagegen hatten House und Wilson in ihrer Wiedersehensfreude ein Bedürfnis nach Nähe.
Nach sehr viel Nähe.
Die beiden saßen an unserem Tisch schon auffällig eng beiander.
Und irgendwann unterhielten sie sich auch nicht mehr mit mir, weil sie unter dem Tisch mit irgendetwas ausnehmend beschäftigt waren.
Es kam, wie es kommen musste: Meine Pina Colada kippte um und ergoß sich über Wilson's Hose.
Das erinnerte mich an eine Geschichte mit Mangosaft in der Lunch Break vor ein paar Monaten.
Aber wer jetzt glaubt, ich wolle hier etwas Bestimmtes andeuten, hat eine sehr sehr schmutzige Phantasie.